Im Jahr 1946 veröffentlichte Francis P. Robinson in seinem Buch „Effective Study” erstmalig die SQ3R-Methode. Mit ihr erhöhst du nicht nur deine Lesegeschwindigkeit, sondern auch dein Textverständnis.

Zuerst erscheint das Ganze unlogisch. Jeder normale Mensch denkt sich doch, wenn er ein Buch oder einen Text vor sich liegen hat, legt er am besten schnell mit dem Lesen los, entlockt dem Buch seine Informationen und fertig.

Doch schon Abraham Lincoln soll gesagt haben:

„Wenn ich 8 Stunden Zeit hätte einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden lang die Axt schärfen”

Also schau dir direkt an, wie du deine geistige Axt schärfst und so jeden Text klein hackst.


Schritt 1: Survey – Überblick gewinnen

Zu Beginn solltest du tatsächlich nicht direkt beginnen zu lesen. Der erste Schritt ist es, am besten das Inhaltsverzeichnis zu prüfen und auch einen Blick ins Stichwortverzeichnis zu werfen. Je genauer du dein Gehirn auf den Text einstellst, desto höher fallen am Ende Lesegeschwindigkeit und Verständnisgrad aus.

 

Schritt 2: Question – Fragen an den Text stellen

Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass du diesen Text liest. Nachdem du nun weißt, was im Text behandelt wird, solltest du überlegen was du konkret an Informationen aus dem Text heraus ziehen willst. Bei Büchern kann es z.B. ratsam sein einfach in Zehnerschritten wahllos Seiten aufzuschlagen und den Blick darüber schweifen zu lassen. Wenn du auf diese Weise das ganze Werk durchgehst, stellt sich dein Gehirn schon einmal auf die Struktur ein und bereitet sozusagen den Speicherplatz für das was bald kommen wird vor.

 

Schritt 3: Read – Text lesen

Textmarker und Bleistift werden bereitgelegt, nun geht es los. Ein Motto von mir ist „Je geschundener ein Buch aussieht, desto mehr Nutzen hat es für mich”

Wenn ich durch mein Bücherregal schaue, erkenne ich die besten Bücher daran, dass sie abgegriffen sind, Eselsohren haben, der Einband nicht mehr im allerbesten Zustand ist und eine große Zahl an bunten Post-Its an der Seite herausbaumelt. Also lass dich beim lesen ruhig am Text aus, je verspielter desto besser. (Ja, auch Männer dürfen kleine Zeichnungen als Eselsbrücke in Bücher malen)

 

Schritt 4: Review – Wichtiges herausschreiben und eigene Gedanken dazu entwickeln

Wenn du zusätzlich noch jedes Kapitel in ca. 5 kurzen Stichpunkten zusammenfasst, hast du nach dem Lesen des Buches eine wertvolle Gedächtnisstütze. Eine die du selbst geschrieben hast und die im besten Fall so formuliert ist, dass du sie immer wieder nehmen kannst, um in kürzester Zeit wieder in den Content eintauchen zu können, ohne gleich das ganze Buch zu lesen.
Bei Sätzen, die du nicht verstehst, kannst du im Netz recherchieren und im Anschluss die Information umformuliert daneben schreiben. Wer sich das zur Gewohnheit macht, trainiert unterbewusst seine Fähigkeit, komplexe Inhalte in einfache Worte zu fassen. Ein viel zu seltenes Talent in der heutigen Zeit.

Wenn du dann noch dein Gehirn entlasten möchtest, kannst du dein Wissen auch in einer Mind-Map auf die gehirngerechte mögliche Art und Weise sammeln. Es gibt keinen schnelleren Weg, später auf dieses Wissen zuzugreifen, da die Mind-Map wie das menschliche Gehirn aufgebaut ist. Somit ist sie nicht nur intuitiv erstellt, sondern auch schnell ausgelesen.

 

Schritt 5: Recite – Wiederholen

Wenn du schön brav die Stichpunktliste geführt hast, hast du mit der Wiederholung auch keine großen Probleme mehr. Entweder du trägst dir den Inhalt dieser Liste selbst vor oder erfreust dein Umfeld (freiwillig oder durch pädagogische Zwangsbeglückung) mit dem neuen Wissen.

Wenn du wirklich nachhaltig lernen möchtest, kommst du dabei um das Thema Lernkartei nicht herum. Doch die lässt sich recht bequem entweder auf günstigen Karteikarten schreiben oder digital erstellen und so jederzeit per Smartphone nutzen.

Egal wie, auf jeden Fall solltest du neu erworbenes Wissen so schnell wie möglich wiederholen. Ansonsten landen mit dem nächsten Schlafengehen 90% des Gelesenen im digitalen Spam-Filter.


Vielleicht denkst du dir jetzt, dass sich das doch niemand freiwillig antut, bevor er ein Buch liest.

 

Doch die meisten erfolgreichen Menschen,  sind erfolgreich, weil sie ineffiziente Tätigkeiten vermeiden.

Warum also 8 Stunden mit 15% Textverständnis für ein Buch brauchen,  wenn man mit 30 Minuten Vorbereitung nur 5 Stunden braucht und auf 70% bis 90% Textverständnis kommt? In Kombination mit Schnelllesetechniken kannst du die Lesezeit sogar noch stärker senken und jeden Text noch einfacher verstehen.

Im Jahr 1946 veröffentlichte Francis P. Robinson in seinem Buch „Effective Study” erstmalig die SQ3R-Methode. Mit ihr erhöhst du nicht nur deine Lesegeschwindigkeit, sondern auch dein Textverständnis.

Zuerst erscheint das Ganze unlogisch. Jeder normale Mensch denkt sich doch, wenn er ein Buch oder einen Text vor sich liegen hat, legt er am besten schnell mit dem Lesen los, entlockt dem Buch seine Informationen und fertig.

Doch schon Abraham Lincoln soll gesagt haben:

„Wenn ich 8 Stunden Zeit hätte einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden lang die Axt schärfen”