Die Selbstvorstellung als Trainer

Kennst du das?

Bei vielen Firmenschulungen, aber auch bei IHK und Universität gibt es einen ganz besonderen Typ von Trainern:

Diejenigen, die die ersten 10 Minuten eines Seminars erstmal damit füllen, dem Publikum zu sagen, welche Abschlüsse sie haben. Wie wichtig sie sind. Was sie denn alles befähigt über das Thema zu sprechen.

Doch genau diese Menschen die sich wichtig machen, bringen das Wort leider nicht ganz rüber. Denn von

„Ich bin ein wichtiger Mensch!“

kommt beim Publikum dann nur eines an:

„Ich bin ein Wicht!“

Wenn du wirklich befähigt bist, über ein Thema zu sprechen, dann merkt das dein Publikum von ganz alleine. Denn Ausstrahlung und Vertrauen kommen nicht von Abschlüssen oder tollen Leistungen in der Vergangenheit.

 

Je lauter jemand darauf hinweisen muss, dass es sich lohnt ihm zuzuhören, desto weniger wichtiges hat er zu sagen.

Benjamin Schollän

Moment!

Heißt das also, dass ich gar nicht mehr stolz auf meine Leistungen in der Vergangenheit sein darf? Doch das solltest du. Und du solltest auch über das, was du erreicht hast sprechen. Nur eben nicht so. Ein guter Redner eröffnet nicht, indem er über sich redet, sondern indem er über sein Thema oder noch besser, über sein Publikum spricht.

Binde deine Zuhörer ein, stelle früh Fragen und zeige, dass das jetzt kein mehrstündiger Monolog wird.

Menschen interessieren sich nun einmal vor allem für zwei Fragen:

Lohnt es sich dem da vorne zuzuhören?

Was habe ich von dem, was mir gleich erzählt wird?

Wenn du diese zwei Fragen beantworten kannst, hast du schon einmal den Großteil auf deiner Seite. Aber das schaffst du nun einmal nicht, wenn du am Anfang nur erzählst, was du für ein toller Hecht bist.

Beweise schon in der ersten Minute, dass dein Beitrag entweder nützlich oder unterhaltsam ist. Am besten beides, wenn das Thema es hergibt.

Wenn du dann ein paar Minuten später ein wenig wärmer mit den Leuten geworden bist, kannst du nach und nach mehr von dir preisgeben.

Mal ein Beispiel

Sagen wir mal, du willst deinem Publikum sagen, dass du Psychologie studiert hast, um klarzumachen, dass du dich auch auskennst. Okay, dann lass uns mal zwei Szenarien vergleichen.

Trainer 1
Guten Tag liebes Publikum, ich bin Herr Wichtig. Ich habe an der Universität in Waynehausen meinen Master of Important Acting gemacht und habe zudem schon vier Bücher veröffentlicht. Ich möchte heute 30 Jahre Erfahrung mit Ihnen teilen und glaube dass…

 

Trainer 2

Hallo liebes Publikum. Ihr seid heute hier, um mehr über [Thema] zu erfahren und das finde ich großartig. Denn das zeigt, dass Ihr den Willen habt euch und eure Unternehmen voranzubringen. Lasst uns gleich starten, denn eure Zeit ist wertvoll.

5 Minuten später

Dazu möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Damals, als ich an der Universität in Waynehausen meinen Master of Good Storytelling gemacht habe ist folgendes passiert, was euch dabei helfen kann…

 

Du siehst den Unterschied. Trainer 2 schafft es genauso seine Referenzen einzubauen, aber es wirkt nicht wie „sich wichtig machen“ sondern viel natürlicher.

 

Geschichten sind die natürlichste Form, etwas zu erzählen, daher empfehle ich dir auch, möglichst viele davon zu verwenden.

 

Denn nur vom Fakten durchrattern pennt dir dein Publikum irgendwann weg und ist energiegeladen wie ein Laufmeter Raufasertapete in der Dachschräge.

Überlege dir vorher, was deine Zuhörer am Ende deines Vortrages behalten sollen. Und darum baust oder suchst du dann Geschichten.

Auch wenn das ein wenig Vorbereitungszeit erfordert, ich verspreche dir, dass der Erfolg diese Mühe mehr als wert ist.


Kleine Zitatsammlung

Kleine Zitatsammlung

Wer nicht in die Welt passt, ist immer nahe daran, sich selber zu finden

– Hermann Hesse.

 

Eine schlechte Handlung quält uns nicht in dem Augenblick, wo wir sie begehen, sondern viel später, wenn wir uns ihrer erinnern.

Jean-Jacques Rousseau

 

Wann seid Ihr fertig? „When it´s done!

3D-Realms

 

Ich versuche deinen Verstand zu befreien, Neo. Aber ich kann dir nur die Tür zeigen. Hindurchgehen musst du alleine.

Morpheus

 

Ohne Leidenschaft bist du bereits tot.

Max Payne

 

Du bist immer authentisch, da du nie anders sein kannst, als du bist.

Dennis Geier

 

Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!

Oliver Wendell Holmes, Sr.

 

Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an, das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde, anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern.“

Astor, Pokémon – Schwarze Edition

 

Nur wenn der Schüler bereit ist, kann er den richtigen Lehrer finden.

Buddhistisches Sprichwort

 

Die letzte aller menschlichen Freiheiten ist die, seine Einstellung in jeder gegebenen Situation selbst zu wählen

Victor Frankl

 

Sklavendienst funktionierte mit Ketten. Frondienst mit Abhängigkeit. Schuldendienst funktioniert durch mangelnde ökonomische Bildung.

Gerald Hörhan

 

Selbstzweifel sind die größten Verräter, denn sie vernichten alles, was uns möglich gewesen wäre.

William Shakespeare

 

Guter Geschmack – und nur dieser – vermag es, eine sterilisierende Wirkung zu entfalten und ist stets das wichtigste Hindernis auf dem Weg zu kreativer Tätigkeit.

Salvador Dali

 

Weißt du, was passiert, wenn man sich immer alle Türen offen hält? Dann zieht’s, mein Freund. Dann wird man krank.

Marc-Uwe Kling

 

Es gibt drei Reaktionen auf ein Design – ja,nein und WOW! Wow ist die anzustrebende.

Milton Glaser

 

Behandle dein Team immer fair, aber behandle deine Teammitglieder niemals gleich.

Mike Krzyzewski

 

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

Jean-Jacques Rousseau

 

Der Reichtum eines Menschen bemisst sich an der Zahl der Dinge, um die er sich nicht kümmern muss.

Henry David Thoreau

 

Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen.

Marie Curie

 

Genieße die kleinen Dinge im Leben. Eines Tages blickst du vielleicht zurück und erkennst, dass sie groß waren.

Nach Robert Brault

 

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Träume erhalten wir immer eine Nummer zu groß damit wir in sie hineinwachsen können.

Josie Bisset

 

Imitation tötet Echtheit.

Peter Lüder

 

Eine der schlechtesten Verwendungen von Zeit besteht darin, etwas, das überhaupt nicht gemacht werden muss, sehr gut zu tun.

Brain Tracy

 

Träume, als würdest du ewig leben. Lebe, als würdest du heute sterben.

James Dean

 

Ich liebe es zu gewinnen. Die Niederlage kann ich ertragen. Aber am meisten liebe ich das Spiel an sich.

Nach Boris Becker

 

Wenn es keinen inneren Feind mehr gibt, kann dir kein äußerer Feind etwas anhaben.

Afrikanisches Sprichwort

 

Der stärkste Trieb in der menschlichen Natur ist der Wunsch bedeutend zu sein.

John Dewey

 

Jeder Mensch mit dem ich zu tun habe, ist mir in irgendeiner Beziehung überlegen und ich kann von ihm lernen.

Ralph Waldo Emerson

 

Egal ob du glaubst du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst immer recht behalten.

Henry Ford

 

Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.

Lucius Annaeus Seneca

 

Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.

Ludwig Anzengruber

 

Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.

Jean-Jacques Rousseau

 

Im Grunde sind alle Menschen behindert, der Vorzug von uns Behinderten allerdings ist, dass wir es wissen.

Wolfgang Schäuble

 

Zu wissen, was man nicht weiß, ist der beste Teil des Wissens.

Laozi

 

Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen – dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich werden wollt.“

Steve Jobs

 

Eine schlechte Handlung quält uns nicht in dem Augenblick, wo wir sie begehen, sondern viel später, wenn wir uns ihrer erinnern.

Jean-Jacques Rousseau

 

Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.

Sun Tzu

 

Du kannst im Leben alles, was Du willst, bekommen, wenn du genügend Menschen hilfst, das zu bekommen, was sie wollen.

Zig Ziglar

 

Wir müssen unseren Arbeitsplatz in eine Tankstelle für unsere Gehirne verwandeln und dürfen ihn nicht nur als Rennstrecke betrachten.

Jonas Ridderstrale und Kjell A. Nordström in Funky Business

 

Wer seine Pflicht tut, ist ein getreuer Knecht, hat aber keinen Anspruch auf Dank.

Otto von Bismarck

 

Zu verlangen, dass einer alles, was er je gelesen hatte behalten hätte, ist wie verlangen, dass er alles was er je gegessen hätte, noch in sich trüge. Er hat von diesem leiblich, von jenem geistig gelebt und ist dadurch geworden, was er ist.

Arthur Schopenhauer

 

Scheitern ist ein Umweg, keine Sackgasse.

Zig Ziglar

 

Das Glück liebt die Tatkräftigen.

Babylonisches Sprichwort

 

Wer sich für andere interessiert, gewinnt in zwei Monaten mehr Freunde, als jemand der nur versucht die anderen für sich zu interessieren in zwei Jahren.

Dale Carnegie

 

Ich habe schon vor dreißig Jahren gelernt, daß es dumm ist, andere Leute zu kritisieren. Ich habe genug Verdruß mit meiner eigenen Beschränktheit, ohne mich noch darüber aufzuregen, daß der liebe Gott es offensichtlich nicht für richtig hielt, alle Menschen mit gleich viel Intelligenz auszustatten.

John Wanamaker

 

Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.

Gerhart Hauptmann

 

Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.

George Bernard Shaw

 

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

Laozi

 

Wer möchte dass man sich für ihn interessiert muss sich für andere interessieren.

Dale Carnegie

 

Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.

Jean-Jacques Rousseau

 

Zerdrückt man ein Ei in seiner Hand, zerstört man Leben. Doch durch den Druck von innen, entsteht neues Leben aus dem Ei.
Wenn der Druck außen zu groß wird, zerstört man, doch durch Druck von innen entsteht.
Wahre Kraft kommt immer von innen.

Asiatische Weisheit, gehört in einem Vortrag von Marc Gassert

 

Kindern erzählen wir Geschichten, damit sie einschlafen.
Erwachsenen damit sie aufwachen.

Autor unbekannt, gehört in einem Vortrag von René Borbonus

 

Wer noch grün ist, kann wachsen. Wer sich bereits reif wähnt, beginnt schon zu faulen.

René Borbonus


Nie wieder falsch lernen - mit kostenlosem Test

Nie wieder falsch lernen - mit kostenlosem Test

Als kleine Vorwarnung muss ich schon einmal sagen, dass gut ein Viertel der Techniken für die verschiedenen Lerntypen bei dir nicht funktionieren werden. Das hat nichts damit zu tun, dass die Techniken schlecht sind. Es ist einfach so, dass du hier deine persönlichen Lerntypen kennen lernen kannst und es dir damit komplett sparst, unnötige Energie in die falschen Methoden zu investieren.

Es ist also unnötig, dass du dir Techniken aneignest, die dir gar nicht bringen!
Deswegen habe ich dir einen paar Fragen vorbereitet, die exakt die richtigen Techniken für dich heraussuchen werden.

Erfahre mehr...

Du wurdest bei mehreren Lerntypen eingeordnet? Das ist normal, denn die meisten Menschen haben einen Haupt- und einen Nebentyp. Wieder andere können auch mit drei Stilen lernen.

Wer nur bei einem Typen gesagt hat, dass dieser zu 100 % auf ihn zutrifft, wird es in der Schule wahrscheinlich sehr schwer gehabt haben. Denn in diesem Fall wird einem ganz schnell eine Lernstörung attestiert. Glaub solchen Quatsch aber bitte nicht. Arbeite dann nicht an deinen schwachen Lerntypen, sondern gib mehr Energie in die starken Gebiete. Das ist die bessere Verwendung für deine Zeit und deine Energie.


Reboote dein Gehirn

Reboote dein Gehirn

Die mentale Reset-Taste

Reboot tut gut, wie der Supporter weiß. An der Weisheit muss doch etwas dran sein, das geht bestimmt auch beim Lernen. Ich erzähle dir in diesem Artikel nicht nur, wie du eine echt dreckige und unehrenhafte Kampftechnik verwendest, sondern auch, wie du dich aus einem leichten Black-Out herauskatapultieren kannst.

Erster Fakt, der bei mir viel geändert hat, als ich ihn verstanden habe:

Ein Gefühl, eine Emotion bleibt bei uns chemisch gesehen nur 1 ½ Minuten im Körper. Rein biologisch gesehen könnten wir uns also alle 1 ½ Minuten dazu entscheiden, uns anders zu fühlen.

Danach sind die Chemikalien, die Botenstoffe, die uns sagen, wie wir uns fühlen sollen weg.

Klar, in der Praxis gibt es da ein Problem: Die Botenstoffe sind weg, aber die Erinnerung, die das Gefühl ausgelöst hat, ist ja immer noch da.

Deswegen ist es, gerade bei Stress oder anderen negativen Stimmungen sinnvoll, einen Reset für unser Gehirn zu machen. Dazu sage ich dir jetzt erstmal die versprochene Kampftechnik, im Anschluss erfährst du, wie dir die beim Black-Out hilft.

Stell dir vor, jemand kommt auf dich zu oder eher, geht auf dich los. Ein Kampf ist unvermeidlich. Dein Gegner ist größer stärker und scheinbar auch bedeutend erfahrener darin, sich zu prügeln. Mit Kraft kommst du nicht weiter, wenn du mit der gleichen Anzahl an Zähnen zu Hause ankommen willst, mit der du losgegangen bist. Du gehst also auf dein Gegenüber zu und sagst im Brustton der Überzeugung: „Eine Pizza mit extra Salami und schön viel Käse. Bloß keine Oliven, da stehe ich nicht drauf!“

Hast du gerade kurz eine Art Miniaussetzer, nicht mal eine Sekunde lang, gehabt? Wenn etwas passiert, was das vorhandene Muster absolut absurd unterbricht, setzt das Gehirn einen Sekundenbruchteil aus, bevor dann meistens ein verwirrtes: „Was willst du?“ kommt. Dieses kurze „Hä?“ ist eine Überladung des Gehirns. In der Kampfkunst ist das die Sekunde in der bei einer Attacke keine Gegenwehr kommt, weil das Gehirn nicht die Abwehr berechnet, sondern noch überlegt, wo es die Pizza einordnen soll.

Der Verstand vermeidet das, was beim PC zum Absturz führt, indem er sagt: „Unlogisch, nicht verarbeitbar, einmal Arbeitsspeicher leeren!“

Der allgemein bekannte Anthony Robbins hat in seinem Buch „Das Robbins Power Prinzip“ hierfür einmal ein sehr schönes Beispiel, für die Bekämpfung von Angst durch einen Reset gesagt. Stell dir in einer Prüfung doch mal die Prüfer vor. Alle drei sitzen hinter dem Tisch der Jury und springen gleichzeitig auf, reißen die Arme nach oben und schreien: „Halleluja, unsere Füße stinken heute nicht!“

Du denkst gerade, dass das vollkommen Gaga ist? Ja, sicherlich, aber das hast du erst eine Sekunde zeitverzögert gedacht.

Glaubst du, dass du mit dem Kopfkino noch Angst empfinden kannst?

Aber der Reset kann noch mehr. Denn unser Geist will die Situation, die ihn resettet hat trotzdem verstehen und setzt mehr Energie daran, alles was davor und alles was danach passiert ist zu verarbeiten. Hilfreich würde ich sagen.

Deswegen gibt es in Deutschland auch einen erfolgreichen Speaker, der zwischendurch einfach mal allen Teilnehmern sagt, dass unter den Stühlen Luftballons angebracht sind, die jetzt, mitten im Vortrag bitte aufgepustet werden. Laute Musik beginnt und hunderte Erwachsene Menschen spielen auf einem Seminar mit Luftballons. Der Effekt davon? Massiv erhöhte Behaltensquote.

Du bist in einer Lerngruppe? Steh doch einfach mal mittendrin auf und rufe: „Braunbären mögen keine Blaubeertorte!“ in den Raum und setze dich dann kommentarlos wieder hin und kommentiere das auch nicht. Ich garantiere dir, danach ist die Aufmerksamkeit bei ALLEN wieder da.

Ich weiß, dass diese Technik ein gesundes Selbstvertrauen erfordert, selbst das Denken an so absurde Sachen erfordert ein gesundes Selbstbewusstsein. Aber der Effekt belohnt dich wirklich mehrfach dafür.


Das schlimme am Lernen

Das schlimme am Lernen

Weißt du, was das schlimme am Lernen ist? Weißt du, was das frustrierende am Lernen ist? Oft erfahren wir Dinge, die wir eigentlich schon wussten, an die wir aber nochmal erinnert werden müssen. Warum das schlimm ist? Weil wir somit meistens schon genau wissen, was uns zu unseren Zielen bringt. Wir wissen, was uns zu unseren Träumen bringt. Und dennoch tun wir es nicht. Shakesspaeare sagte einmal, dass Zweifel die Mörder unserer Träume sind.

Warum zweifeln wir?

Warum zweifeln wir?
Negatives Feedback? Versagen?
Das gibt es auch so. Niemand kommt ohne Kritik durch das Leben. Wenn du an einer großen Sache arbeitest, solltest du dankbar für jede Kritik sein. Denn Kritik bringt dich nicht von deinen Zielen ab, Kritik bringt dich auch nicht um. Kritik korrigiert deinen Kurs, wenn du es nur zulässt.

Also, warum tun wir oft nicht das, was uns zu unseren Zielen bringt?

Keine Zeit?

Nun, der Durchschnittsmensch verbringt zwischen zwei und drei Tagen vor der Glotze. Und am besten sind diejenigen die großspurig sagen: „Ich schaue ja gar kein Fernsehen mehr!“ Das sind dann die, die ihre wertvolle Lebenszeit vor dem Nachfolger der Glotze verbringen: Den Streamingportalen. Denn wenn wir uns einmal einen Film oder eine Serie anschauen, dann treffen wir eine Entscheidung. Ist dieser Film, diese Serie, dieses Programm in diesem Moment wichtiger, als unsere Ziele und Träume?

Dann ist ja alles gut. Dann gibt es keinen Grund, sich zu wundern, warum andere schon viel weiter sind. Dann es aber auch keinen Grund, sich darüber zu beklagen. Zwei Stunden am Tag – das sind 730 Stunden im Jahr. Das ist ein gesamtes Studium, welches wir jedes Jahr nicht absolvieren. Weil wir uns mit fiktiven Geschichten von anderen Menschen berieseln lassen, anstatt mal dafür zu sorgen, dass unsere eigene Geschichte sich sehen lassen kann und es auch wert ist, erzählt zu werden.

Noch ein Grund?

Ausrede: Ich kann das ja gar nicht!

Egal ob du glaubst, dass du etwas kannst, oder ob du glaubst, dass du es nicht kannst, du wirst auf jeden Fall Recht behalten. Such doch einfach nach Wegen, wie man es schafft und richte deine Aufmerksamkeit nicht sofort auf die Gründe, warum es nicht geht.

Niemand ist von Anfang an richtig gut bei irgendetwas. Die großen Redner haben alle angefangen vor fünf Leuten zu sprechen, heute füllen sie Stadien.

Die großen Sportler haben als Neulinge ohne Erfahrung gestartet.

Denn niemand kommt als Meister auf die Welt. Aber alle Meister haben eine Sache gemeinsam: Sie haben einen ersten Schritt gemacht.

Es ist vollkommen egal, wie langsam du vorankommst. Denn du bist immer noch eher da, als alle diejenigen, die niemals losgelaufen sind, weil es ja angeblich nicht geht.

Frag einmal Menschen, die den großen Teil ihres Lebens hinter sich haben, was sie wirklich bereuen. Es sind nicht die Risiken. Es sind auch nicht die Fehler. Die bereut am Ende kaum jemand. Was wir wirklich bereuen, sind die Dinge die wir nicht getan haben. Was wir wirklich bereuen, sind all diese Schätze die wir mit ins Grab nehmen. Die Lieder, die wir nie gesungen haben. Die Bücher, die wir nie geschrieben haben. Die Anerkennung, die wir nie erhalten haben.Die Abenteuer, die wir immer erleben wollten, sie aber auf später verschoben haben. Und dieses später kommt ganz oft nicht. Denk daran, wir entscheiden an jedem Tag:

Tun wir etwas und starten im besten Fall durch?

Tun wir etwas und lernen im schlimmsten Fall etwas dazu?

Oder lassen wir alles so, wie es ist, um später, wenn wir nicht mehr ändern können, zu bereuen?

Suchst du nach Ausreden warum es nicht geht? Oder suchst du nach Wegen, wie es gehen kann?

Die Entscheidung liegt an jedem Tag bei dir!

Wenn am Ende dein Leben nochmal wie ein Film an dir vorbeizieht, solltest du so gelebt haben, dass der Tod sich Popcorn holt!


Hör auf, wie eine Stehlampe zu arbeiten und zu lernen!

Hör auf, wie eine Stehlampe zu arbeiten und zu lernen!

Das Unangenehme direkt zu Beginn

In diesem Zeitalter gibt es genau drei Möglichkeiten, finanziell erfolgreich und produktiv erfolgreich zu sein. Entweder man besitzt Teile der Infrastruktur, das sind in der heutigen Zeit allerdings nicht nur die Produktionsmaschinen und die großen Fabrikhallen, wie es Anfang des letzten Jahrhunderts noch der Fall war.
Ein Unternehmen wie Instagram kann mit einer niedrigen zweistelligen Anzahl an Mitarbeitern zweistellige Milliarden bei der Firmenbewertung aufrufen. Solche Plattformen sind die wahre Macht in der heutigen Zeit.

Für diejenigen, die keine gigantischen Unternehmen besitzen, bleiben zwei Möglichkeiten.

Entweder du beherrscht ein komplexes Gebiet, welches nur wenige andere Menschen verstehen und sicherst dir so durch die eigene Monopolstellung sichere und lukrative Aufträge.

Bauchladenverkäufer oder Spezialist?

Diejenigen, die auch das nicht auf ihrer Liste finden, haben dann noch die Möglichkeit mit überdurchschnittlicher Qualität bei überdurchschnittlicher Produktivität zu glänzen.

Wir leben in einer Zeit, in der die meisten geistigen Arbeiten über das Internet frei über den Erdball verteilbar sind.

Warum sollte man einen lokalen Facharbeiter anheuern, der keine nennenswerte Referenz mitbringt und dessen erste Frage im Vorstellungsgespräch von Anzahl der Urlaubstage handelt?

Es besteht die Möglichkeit, weltweit Spezialisten, welche auch die Motivation haben, verschiedene Sprachen zu lernen, anzuheuern. Diese sind oft nicht einmal teurer. Man muss ihnen keinen Arbeitsplatz einrichten, ihnen keine Sozialbeiträge zahlen. Außerdem muss man auch nicht mit ansehen, wie sie aus ihrer Durchschnittlichkeit heraus auch noch einen Streik vom Zaun brechen, da sie keine Möglichkeit sehen, ihr Gehalt mit Leistung zu erhöhen. Gleichzeitig wissen sie aber auch, dass andere Unternehmen kein Interesse an ihnen haben und wohl das Kündigungsschutzgesetz der Hauptgrund für die Weiterexistenz eigene Anstellung ist. Sonst müsste ja nicht gestreikt werden, man würde sich einfach an anderer Stelle zu besseren Konditionen bewerben.

Damit begibt man sich aber in einen so von Anthony Robbins genannten Zustand der „selbst geschaffenen Hilflosigkeit“, welcher hier aber nicht weiter vertieft werden soll.

Der Arbeitsmarkt teilt sich also bei den geistigen und digitalen Berufen in zwei Felder auf. Die Performer und Stars der jeweiligen Branchen und der Rest. Dabei arbeiten die Performer oft nicht einmal sehr viel mehr als der Rest. Sie nutzen die Zeit einfach anders.

Cal Newport bezeichnet in seinem Buch „Deep Work – Rules for Focused Sucess in a Distracted World” die Gabe, sich auf einen Bereich zu fokussieren sogar als die Superkraft des digitalen Zeitalters.

Das scheint auch logisch zu sein. Denn trotz fast allmächtiger Tools, welche es Einzelnen ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit Resultate zu produzieren, die in den Neunzigern nur mit einem kompletten Expertenteam möglich waren, scheint es den meisten nicht zu gelingen, mehr als Durchschnitt zu produzieren.

Schlimmer noch, es erhöht sich das allgemeine Stressniveau.

Wenn wir uns anschauen, wie wichtig Fokus für unser Gehirn ist, ist das allerdings nicht verwunderlich. Nach einer alten Geschichte sagten Indianer damals, dass sie keine Züge nutzen würden, da bei einer so schnellen Reise die Seele dem Körper nicht hinterher kommen würde.

Nun  Züge verwenden viele von uns.

Aber dennoch sollten wir, in Erinnerung an diesen Satz, aufpassen. Springen wir zu schnell zwischen verschiedenen Aufgabengebieten hin und her? Denn dabei kommt unser Gehirn (unser Geist) definitiv nicht hinterher.

Eine E-Mail hier, zurück an die Arbeit. Oh, das Handy klingt. Hihi, lustiges Bild. Okay, weiter. Oh, bei Facebook kam eine Nachricht rein. Wo war ich eigentlich gerade? Irgendwie echt anstrengend heute…

So kann es ja auch nichts werden.

Ist unser Geist fokussiert wie ein Laser? Oder strahlen wir wie eine Stehlampe alles ein bisschen an?

Wenn wir von einem Gebiet in ein anderes wechseln, folgt unser Geist nicht sofort. Wir bearbeiten immer noch das Grundthema, was es uns natürlich schwerer macht, das neue Thema wirklich mit all unserer Energie zu erfassen.

Wer auf die Idee kommt zwischen seinen Arbeitszeiten immer mal eine Pause zu machen um sich durch Zocken oder durch den Facebook Feed zu entspannen, hat nicht verstanden, wie für unser Gehirn Entspannung funktioniert.

Der größte Gefallen, den Ihr eurem Geist tatsächlich tun könntet, ist es Arbeitsblöcke zu bilden. In diesem bearbeitet Ihr exakt eine Aufgabe, absolut störungsfrei so dass auch Flow aufkommen kann.

Die Resultate sind gewaltig. So gewaltig, dass Sie unsere Gesellschaft nicht spalten werden. Sie spalten unsere Gesellschaft bereits jetzt.

Digitale Performer haben die Möglichkeit, schon Mitte ihrer 20er Millionen zu verdienen. Das klappt allerdings nicht mit den ach so tollen Tricks, welche uns die Gurus auf YouTube und anderen Plattform verkaufen wollen.

Es funktioniert einfach dadurch, dass sie sich ein Fachgebiet aussuchen, auf diesem lernen  und dann mit Fokus hochwertige Inhalte zu diesem Gebiet produzieren. Mehr ist es nicht.  Durch diese Konzentriertheit kann dann auch Masse und Klasse zugleich geliefert werden.

Denn der Teil des Gehirns, der für das wirklich kreative, schöpferische zuständig ist, ist absolut nicht multitaskingfähig. Bei mehreren geistigen Baustellen schaltet dieses, von Nobelpreisträger Daniel Kahnemann entdeckte,  System einfach ab. Ohne dass wir es merken, nimmt ein oberflächlich arbeitendes und nicht wirklich schöpferisches System diesen Platz ein.

Kreativität entsteht durch Fokus auf eine einzige Tätigkeit. Nicht durch wichtigtuerisch an einer Pinnwand stehen.

Versuche es einfach einmal. Wähle ein Thema aus und fokussiere dich doch einmal vier Stunden am Stück nur auf das Lernen und kreieren auf diesem Gebiet. Schalte dabei alle sozialen Netzwerke ab und mach das Handy in Flugzeugmodus, besser noch, mache es in dieser Zeit ganz aus. Ich bin mir sicher, dass du von dir selbst erstaunt sein wirst.


Mit ABC-Listen auch die kompliziertesten Themen überblicken

Mit ABC-Listen auch die kompliziertesten Themen überblicken

ABC-LISTEN

Das Konzept der ABC-Listen in der Pädagogik wurde von Vera F. Birkenbihl entwickelt und in ihren Seminaren auch aktiv angewandt, um durchschlagenden Lernerfolg zu erzielen.

Der Gedanke ist, sich zu einem Thema eine einfach Liste nach dem Alphabet mit allen Begriffen, die einem zu diesem Thema einfallen, zu schreiben. Klingt so einfach, wie es ist.

Der Sinn dahinter ist es, nicht nur ein kleines Brainstorming zu dem Thema zu machen, sondern auch die Verknüpfungen, die im Gehirn dafür sorgen, dass wir uns einfach an Dinge erinnern können, (Synapsen) zu stärken. Wir bauen also dort, wo in unserem Gehirn nur ein Feldweg zum Wissen ist, nach und nach eine Autobahn auf.

Ist das nicht eher was für Kinder?

BÖP, falsche Denkweise!

Die meisten Erwachsenen und Jugendlichen hätten es viel leichter (und auch spaßiger), wenn sie wieder wie Kinder lernen könnten.

Spielerisch und einfach lernen sollte immerhin DAS Ziel in der Pädagogik sein.

Leider verwechseln viele, gerade in Deutschland, hochwertige Bildung mit staubigen und emotionslosen Vorträgen.

Je leichter dir das Lernen fällt, desto besser die Technik. Eine Erkenntnis, die leider an vielen Professoren und Lehrern vorüber gegangen ist

Warum sind ABC-Listen so hilfreich?

Für die, die genauer erklärt haben wollen: Wissen wird in unserem Gehirn über Verknüpfungen abgespeichert. Wir funktionieren beim Merken also nicht wie eine Liste.

Man kann sich einzelne Themengebiete eher wie einen Baum vorstellen.Wenn ein Thema ganz oben ist, müssen wir erst dem Stamm folgen und dann von Ast zu Ast gehen, um an eine Information zu kommen.

Wenn wir zwischen den einzelnen Fakten Verbindungen im Gehirn aufbauen (lassen), kommen wir über mehrere Wege an das Gesuchte. Gibt es nur einen Weg, wissen wir zwar, dass es irgendwo gespeichert ist, kommen aber nicht dran. (Wo hab ich nur schon wieder meine Schlüssel hingelegt!?)

Durch verschiedene Techniken, darunter auch die ABC-Liste, verbinden wir die Äste bei einem „Themenbaum“ miteinander und kommen so viel leichter auf die einzelnen Teile des Puzzles. Denn der Hauptunterschied, zwischen einem Anfänger und einem Profi, ist dass der Profi für (fast) jede Situation schnell Zugriff auf eine Lösung hat.

Außerdem erkennt unser Verstand bald unterbewusst, dass regelmäßig zu diesem Thema abgefragt wird. Daher wird die Wahrnehmung verändert: Das Gebiet auf der Liste wird nun beim Lernen mit dem Stempel „Abspeichern, brauche ich für die Liste“ markiert.

Was muss ich beim Ausfüllen beachten?

Eine angenehme und wirksame Lerntechnik braucht selten viel Erklärung. So ist es auch bei den ABC-Listen. Mit ein paar einfachen „Regeln“ kannst du hier schon überragende Erfolge erzielen.

  1. Die Liste nicht der Reihe nach ausfüllen, sondern den Blick über die leere Liste schweifen lassen. Wenn dir bei R das erste Wort einfällt, ist das eben so. Warum dann ewig brütend über A sitzen?
  2. Dir fällt zu einem Buchstaben nichts ein? Vollkommen egal, dann bleibt der eben leer. Wir sind hier nicht in der Schule.
  3. Zwei Ideen oder mehr für einen Buchstaben? Super, dann schreibe auch alle die dir einfallen auf.
  4. Dir fällt nach ein paar Minuten nicht mehr ein? Kein Problem, sobald der Gedankenfluss vorbei ist, solltest du auch aufhören.
  5. Den besten Effekt erzielst du, wenn du jeden oder jeden zweiten Tag fünf Minuten für die Erstellung einer Liste aufwendest.

Was mache ich mit den ganzen Listen?

Egal, ob du die Listen digital, oder auf dem Papier erstellst: Hebe die Listen auf jeden Fall auf. Vera F. Birkenbihl empfiehlt in ihren Buch „Trotzdem Lernen“ (Link führt zu Amazon), alle Listen zu einem Thema in einem Umschlag zu sammeln und erst mal nicht mehr anzuschauen. Nach einem Monat sorgt ein Durchsehen der Listen dafür, dass zu dem Thema im Gehirn eine Großbaustelle eröffnet wird. Daher empfehle ich auch jedem:

Probiere es zu einem beliebigen Thema einen Monat lang aus, denn zu verlieren hast du nichts, außer ein wenig Zeit. Die sparst du aber durch das effizientere Lernen locker wieder rein.


Selbstversuch: Lernen im Schlaf – Geheimtipp oder Zeitverschwendung?

Selbstversuch: Lernen im Schlaf - Geheimtipp oder Zeitverschwendung?

SELBSTVERSUCH

Im Schlaf intuitiv und ganz bequem nebenher lernen, indem man einfach nur die richtige Datei auf dem Smartphone abspielt. Klingt erst einmal traumhaft. Doch wenn es tatsächlich so einfach funktioniert, frage ich mich, warum dieses Konzept in der Pädagogik noch keine Rolle spielt.

Zwei Ursachen sind da möglich. Entweder ist es wieder ein konsequent ignoriertes aber funktionierendes Konzept. Das wäre sicherlich nicht neu, immerhin basieren die deutschen Schulen bis heute auf preussischen Militärakademien, aus der Zeit als noch eine 18 vor der Jahreszahl stand.
Aber es gibt auch eine andere Möglichkeit:  Das ganze ist einfach nur ein Werbegag von dubiosen Anbietern, die angeblich didaktisch hochwertige Hörbücher zu Spitzenpreisen verticken wollen.

Da die Vorstellung aber zu interessant ist, um das Ganze nicht zu testen habe ich einige Studien gewälzt und auch einen Selbstversuch gewagt.

Kann man wirklich nebenbei im Schlaf etwas Neues lernen? Für die Ungeduldigen unter euch: Nein, es klappt nicht!

Glaube keiner Studie, die du nicht selbst…. ach ne, das war anders

Da haben wir einmal eine Studie aus dem Jahr 2014 von den Universitäten Freiburg und Zürich. Dort wurden den Probanden im Schlaflabor holländische Vokabeln vorgespielt, danach gab es einen Test ob das Ganze zu einem Lerneffekt führt.

Bei neuen Vokabeln hat das Ganze nichts gebracht. Vokabeln, die die Testpersonen vorher schon kannten, wurden aber nach dieser Studie so scheinbar nochmal gefestigt und waren leichter abrufbar. Das hatte allerdings nur geklappt, wenn man ausschließlich die holländischen Wörter vorgespielt hat. Wenn die deutsche Übersetzung direkt hinterher gesagt wurde, scheint der Lerneffekt blockiert worden zu sein.

Doch auch bei einer scheinbar erfolgreichen Lernsteigerung, reden wir hier von einer verbesserten Quote von gerade mal 10%. Ob die jetzt nur auf das Lernen im Schlaf zurückzuführen ist, ist fraglich.

Im Selbstversuch mit verschiedenen Arten von Hörbüchern und (seriösen) Sprachlernprogrammen komme ich da auf dasselbe Ergebnis: Das was im wachen Zustand gehört wurde ist noch einwandfrei abrufbar, aber alles was im Schlaf aus der Box dudelt, kommt nicht im Gehirn an.

Lernen im Schlaf?
Machen wir doch eh schon!

Was schon seit lange wissenschaftlich erwiesen ist, ist das der Schlaf eine Verarbeitungsphase für unser am Tag gesammeltes Wissen ist. Jeder der schon einmal eine Nacht mit wenig Schlaf hinter sich hatte, weiß ganz genau, dass die Merkquote da richtig bescheiden wird.

Tagsüber laden wir wissen in unseren Zwischenspeicher (der Computerfreund sagt RAM) und nachts wird während des Schlaf selektiert, was langfristiger abgespeichert wird. (was also auf die Festplatte kommt)

Erwiesen ist außerdem, dass Wissen nach einer guten Mütze Schlaf viel einfacher verständlich und auch aufrufbar ist, als wenn man das neu gelernte direkt am gleichen Tag anwenden möchte. (Versuch der Universität in Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften / Leipzig)

Verschiedene andere Studien aus England, darunter eine aus Birmingham kommen da immer wieder zum gleichen Schluss.

Lernen ohne ausreichend Schlaf funktioniert nicht.

Deswegen ist derjenige, der den Tag vor seiner Prüfung die Nacht durch lernt auf dem komplett falschen Weg unterwegs. Früher ins Bett gehen und sich das Pauken sparen wäre da klüger.

In derselben Studie kam außerdem heraus, dass sich die Lernquote massiv verbessert, wenn zwischen den Lernphasen ein kleiner Mittagsschlaf von ca. 30 Minuten eingehalten wird, zumindest wenn dieser erholsam und entspannt ist. So oder so: Während des Tiefschlafes macht unser Gehirn für äußere Reize so gut wie komplett dicht. Da kommt also schon mal kein neues Wissen durch.

Aber das ist kein ja kein Lernen, sondern ein Verarbeiten.

Das Fazit daraus ist also:
Lasst euch nicht abzocken, indem ihr euch teure Schlaf -Sprachkurse von dubiosen Seiten verkaufen lasst. Alle geprüften Studien,  sind sich einig, dass es nicht den versprochenen revolutionären Effekt haben wird.

Hörbücher zum passiven hören und eine Lernphase vor dem Einschlafen funktionieren hingegen schon. Auch ein kurzer Powernap zwischen den Lernphasen gleicht, durch die verstärkte Lernleistung, den Zeitverlust mehr als nur aus.


Wie du es schaffst, dass Menschen dir zuhören

Wie du es schaffst, dass Menschen dir zuhören

Wenn alle schlafen und einer spricht, dann nennt man das den Unterricht. Warum eigentlich?

Wer kennt das nicht? Wir wissen ganz genau, dass die Fakten, die uns gerade näher gebracht werden absolut relevant sind. Vielleicht sind wir auch auf einem Seminar und könnten das neu gelernte in der Praxis wirklich gut brauchen.

Warum fliegt uns nun manchmal das Wissen nur so zu und warum müssen wir manchmal regelrecht kämpfen um aufmerksam zuhören zu können?

Und warum hören uns eigentlich die Leute bei belanglosen Geschichten aus dem Alltag zu und bei Themen, die uns wichtig sind, müssen wir dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit bei uns bleibt?

Schauen wir uns doch einmal an, woran das liegt und wie wir das ändern können.

Verstehen, wie Information transportiert wird

Die meisten Redner packen schöne Pakete, die dann dem Zuhörer überbracht werden sollen.

Sieht dass  genial und informativ aus?

Sieht dass  genial und informativ aus?

Gerade im akademischen Bereich glauben viele, dass Professionalität dadurch gezeigt wird, dass man das Publikum mit Fakten überschüttet.

Oder, um beim aktuellen Bild zu bleiben: Mit Paketen bewirft, bis keiner mehr steht.

Davon hat aber am Ende keiner etwas. Der Vortragende hastet durch das Thema und schaut in die toten Augen des Publikums. Die Zuhörer hingegen haben die Uhr im Fokus. Dabei werden weder Ideen noch Wissen ordentlich vermittelt. Jeder der schon einmal vor einer Powerpoint-Präsentation mit 60 Folien und 20 Diagrammen saß, weiß ganz genau wovon ich rede.

Wie bekommen wir also unsere Pakete gut ausgeliefert? Indem wir uns ein ordentliches Transportmittel holen und auch an der Verpackung arbeiten.

Sieht doch schon etwas besser aus. Doch unser Pickup sieht ein wenig überladen aus. Das ist auch das Schicksal vieler Präsentationen und eine Faktenflut wird auch nicht besser, wenn zwischendurch mal ein Witz erzählt wird. Also nehmen wir Gewicht aus dem Laderaum. So sind wir auch gleich flexibler unterwegs und fahren auch schneller ans Ziel.

Ein guter Redner wählt das richtige Tranportmittel zum Ausliefern von Informationen. Für manche Themen braucht er einen Schwertransporter, andere packt er in den Sportwagen. Aber er wird nie seinen Zuhörer alles selbst tragen lassen.

Den Truck tunen

Geschichten (Storytelling)

Menschen lieben Geschichten. Nicht umsonst bauen alle großen Religionen auf einer Geschichte auf. Mir ist zumindest kein Glaube bekannt, dessen heilige Schrift eine stichpunktartige Faktensammlung ist.

In dem Moment, wenn es die Möglichkeit gibt, etwas in eine noch so kleine Geschichte zu verpacken, sollte dies auch getan werden. Dabei muss man als Redner nicht jede dieser Storys selbst erlebt haben. Auch Geschichten, die wir gehört haben oder die Bekannten passiert sind, wirken fast genauso stark wie eigene Erlebnisse.

Humor

Dir fällt irgendein witziger Gedanke zum Thema ein? Schreibe ihn auf und schau, ob du das einbauen kannst. Auch wenn es vielleicht zuerst seltsam erscheint: Im schlimmsten Falle wird der Witz überhört. Wegen eines schlechten Witzes bin ich bisher noch aus keinem Seminar geflogen.

Und wenn auch nur zwei von zehn der eingestreuten Kommentare für Lacher sorgen: Wir haben alle lieber ein lachendes, als ein weinendes Publikum.

Lass dich während des Sprechens einfach von deiner Intuition leiten. Wenn es sich falsch anfühlt, diesen Witz einzubringen, dann lässt du ihn einfach weg.

Einbeziehen der Zuhörer

Wenn man bekannte Redner anschaut, merkt man dass diese immer wieder in Interaktion mit dem Publikum gehen. Das kann durch eine einfache Frage sein, auf die man sich dann mit Ja oder Nein melden soll. Doch auch die Einbindung einzelner Zuhörer in die Präsentation sind möglich.

Der Kreativität sind in dieser Hinsicht keine Grenzen gesetzt. Mindestens einmal pro 5 Minuten Redezeit sollte in irgendeiner Form das Publikum mit ins Boot geholt werden.

Bilder

Anstatt des Beispiels mit dem Pickup hätte ich den Artikel auch in Blocktext schreiben können und das ganze mit Fachbegriffen aus der Psychologie fluten können.Der Mensch denkt aber in Bildern und nicht in Texten. Wenn du dir ein Haus vorstellst siehst du ja auch nicht die Buchstaben H A U S vor deinem geistigen Auge.

Die optimale Verpackung für die „Ware“

Fakten zusammendampfen

Wenn ein guter Redner 30 Minuten sprechen soll, bereitet er Material für 60 Minuten vor. Davon werden aber maximal 15 Minuten Material eingesetzt. Der Rest ist Verpackung.

Was ausgewählt wird, sollte live entschieden werden. Denn jedes Publikum ist anders. Es wäre allerdings fatal, in diesem Fall exakt 30 Minuten vorzubereiten und dann stellt sich heraus, dass nur für 20 Minuten Anwendbares dabei ist. Denn was soll man dann die letzten zehn Minuten machen?  Improvisieren ist auf jeden Fall selten eine gute Idee.

Statistiken und Diagramme selektiv einsetzen

Dass der Mensch in Bildern denkt, wissen wir bereits.  Diagramme sind also tatsächlich eine sehr gute Variante um Zahlenmaterial anschaulich darzustellen. Geschickte Designer können so auch das Publikum in eine bestimmte Richtung lenken. Gerd Bosbach hat mit dem Buch „Lügen mit Zahlen“ einige interessante Möglichkeiten zur Meinungsbildung aufgezeigt.

Wie mit allem anderen, darf man es aber nicht übertreiben. Denn zu viele Diagramme lassen jede Präsentation schnell trocken wirken. Auf einer Party sagt ja auch keiner „ Hey ich will jetzt für gute Stimmung sorgen, ich zeige euch meine Diagramme.”

Jeden Fakt mit einem konkreten Nutzen verknüpfen

In unserem Gehirn befindet sich der älteste Spam-Filter der Welt. Er ist dauerhaft aktiv und schützt uns vor Überlastung. Alles, was für uns weder nützlich noch unterhaltsam ist hat daher keine Chance bei uns einen Platz im Gedächtnis zu erhalten. Deswegen sollte auch jedes Informationshäppchen so gekennzeichnet sein, dass die Spam-Filter deiner Zuhörer gar nicht erst anspringen.

Um Wissen, Emotionen oder Informationen zu transportieren brauchen wir also kein Hochschuldiplom. Das Wichtigste ist, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie das, was wir absenden bestmöglich ankommt. Wähle lieber das falsche Transportmittel, als einfach nur Pakete zur Selbstabholung bereitzustellen. Mit der Zeit gewinnt man dann auch ein Gefühl, welches das richtige Vehikel ist.

Wenn alle schlafen und einer spricht, dann nennt man das den Unterricht. Warum eigentlich?

Wer kennt das nicht? Wir wissen ganz genau, dass die Fakten, die uns gerade näher gebracht werden absolut relevant sind. Vielleicht sind wir auch auf einem Seminar und könnten das neu gelernte in der Praxis wirklich gut brauchen.

Warum fliegt uns nun manchmal das Wissen nur so zu und warum müssen wir manchmal regelrecht kämpfen um aufmerksam zuhören zu können?

Und warum hören uns eigentlich die Leute bei belanglosen Geschichten aus dem Alltag zu und bei Themen, die uns wichtig sind, müssen wir dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit bei uns bleibt?

Schauen wir uns doch einmal an, woran das liegt und wie wir das ändern können.


Eine Bitte an alle Trainer, Dozenten und Coaches

Eine Bitte an alle Trainer, Dozenten und Coaches

Dieser Artikel ist entstanden, weil ich genau diesen Inhalt in letzter Zeit immer wieder zu anderen Dozenten und Trainern sagen musste:

Es geht nicht darum Perfektion abzuliefern. Das ist auch gar nicht möglich. Selbst den besten Trainer finden mindestens 1% der Teilnehmer schlecht. Aber zur Zeit rennen da draußen eine Menge so genannter Trainer herum, die folgende Gemeinsamkeiten haben:

Permanentes Jammern, dass das Honorar für Trainer und Coaches so schlecht ist.

Beklagen, dass der Respekt vor Lehrpersonen abnimmt.

Schuldzuweisung, dass die Teilnehmer eh alle unmotiviert sind und den hochwertigen Unterricht nicht zu schätzen wissen.

Glaubt Ihr etwa vor jemandem, der nur jammert und der nicht verhandeln kann, hat irgendjemand Respekt?

Ein guter Trainer ist keine Autoritätsperson

Ihr seid keine Erzieher, Ihr seid Dienstleister. Ein Dienstleister, der sich nicht am Kunden orientiert, kann auch nicht erfolgreich sein. Mal ehrlich, wart ihr jemals motiviert und voller guter Laune nachdem euch jemand kritisiert hat? Warum erwarten dann immer noch so viele Pädagogen einen gesteigerten Respekt ohne erklären zu können wofür?
Vor zwei Jahren wurde ich bei einem Bildungsträger scharf vom dortigen Ausbilder kritisiert. Ich würde das junge Publikum zu sehr verwöhnen.

„Die sollen hier keinen Spaß haben, die sollen was lernen!“

Interessant, dass genau die Dame, die diesen Satz verbrochen hatte über unzureichende Perspektiven in der Bildungsbranche geklagt hat. Zwei Worte dazu: Leave it!

Wisst vorher, was Ihr vermitteln wollt

Ein guter Freund erzählte mir vor einem Monat von einer (Pflicht)Schulung seines Betriebes. Der Dozent war scheinbar bestens vorbereitet und kam mit einem besonders hochwertigen Konzept um die Ecke: „Lest euch erstmal auf Wikipedia ins Thema ein, danach diskutieren wir darüber“. Change it or leave it!

Wenn Ihr keinen Bock habt, Konzepte vorzubereiten, die auch Spaß machen, seid Ihr in der falschen Branche.
Viele Teilnehmer empfinden das leider auch noch als normal. Schließlich sind in deutschen Schulen genug „Pädagogen“ unterwegs , die das Abschreiben von der Tafel und das anschließende Ausgeben von Arbeitsblättern ohne jedes Schamgefühl als „Konzept“ verkaufen. Pädagogische Zwangsbespaßung trifft es eher. Bei einem so geringen Anspruch an Bildung kann eigentlich jederder etwas gut herüberbringen will, die Erwartung übertreffen oder zumindest erfüllen.

Bildet euch immer weiter

Kürzlich habe ich erfahren, dass viele Bildungsträger ein echtes Problem damit haben, ihre Dozenten zu Weiterbildungen zu ermutigen. Selbst kostenlose Schulungen werden abgelehnt. Wie soll denn jemand glaubhaft etwas über Erfolg, Fortschritt und Wissen vermitteln, wenn bei einem selbst keine Bereitschaft dazu vorhanden ist?

 

In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.

Augustinus Aurelius

Die beste Ausrede ist an dieser Stelle stets: „Ich bin (hier Abschluss einfügen) und (hier zu hohes oder zu niedriges Alter einfügen) ! Ich habe es doch nicht mehr nötig, mich in einen Kurs zu setzen.“
Leave it!

Gerade Trainer sollten so viele Schulungen wie möglich besuchen. Schließlich lernen sie dort doppelt: Den Inhalt und die Art, wie es transportiert wird. Die besten Lehrenden schätzen auch das Lernen.

Zu einem Trainer und zu einem Coach kommen Menschen mit dem Willen, neue Impulse für ihr Leben zu erhalten, nicht um Wörter von einer Tafel abzuschreiben. Ohne großartige Dozenten hätte ich nie die Wege eingeschlagen, die mich dahin gebracht haben wo ich heute bin. Dafür bin ich bis heute dankbar.

Selbst wenn Ihr von 100 Zuhörern nur einen dazu inspiriert, ein für ihn besseres Leben zu führen, ist das schon ein riesiger Erfolg.

Daher meine Bitte an alle, die beruflich vor Menschen sprechen:

 

Liebt was ihr macht und versucht so viele Menschen wie möglich damit zu erreichen. Hört ansonsten so schnell wie möglich auf damit. Denn das Leben ist zu kurz, um einen Job zu machen, der einen nicht glücklich macht.